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Geschichte

Von der Taverne zur gastlichen Fachklinik
Altes KurhausAuf ihrem Weg über die Höhen des Schwarzwaldes waren Händler und Handwerker froh, wenn sie den Scheitelpunkt in Höchenschwand erreicht hatten. Eine gastliche Schenke mit Taverngerechtigkeit, mit der Erlaubnis, Speis und Trank auszugeben, wartete auf sie: Es war der alte „Tafernhof des Benediktinerklosters St. Blasien, aus dem später das Wirtshaus „Zum Ochsen" wurde. Er stand über Jahrhunderte an der Stelle des heutigen Kurhauses und wurde 1873 abgetragen, um einem Neubau Platz zu machen. Das „Hotel Höchenschwand" entstand. 50 Zimmer, ein Spiel- und ein „Damenzimmer mit Pianoforte", eine Bibliothek und eine Weinstube wurden den Gästen geboten. „Um Tafelmusik zu ersetzen, kaufte der Besitzer ein treffliches Orchestrion" Dieses Hotel des Adolf Stein erhielt 1908 ein zusätzliches Qualitätssiegel und war nun „Höchstgelegenes deutsches Kurhaus". Doch nur zwei Jahre später, am 5. November 1910, fiel es einem Großbrand zum Opfer.

 

 

Diese Brandkatastrophe des Jahres 1910 wurde jedoch zum Beginn einer einzigartigen Entwicklung nicht nur für das unverzüglich neu aufgebaute Kurhaus, sondern auch für den Ort Höchenschwand. Denn 1913 kam erstmals der Arzt Dr. Wilhelm Bettinger in Kontakt mit Adolf Stein, und er schlug ihm vor, aus dem Kurhaus ein ganzjährig betriebenes Sanatorium zu machen. 1919 wurde die Kurhaus GmbH gegründet, die bald weitere Gebäude in Betrieb nehmen konnte, da sich das Unternehmen als äußerst erfolgreich erwies, seit der von der Mosel stammende Bernhard Porten den Betrieb übernommen hatte. Während des Zweiten Weltkrieges war das Kurhaus Reservelazarett, und nach dem Krieg wurde das „Kurhaus" mehrere Jahre von der Besatzungsmacht beschlagnahmt. 1950 übernahmen Werner und Gisela Porten das elterliche Unternehmen.

 

Die unvermindert hohe Qualität und die Erfolge der medizinischen Versorgung ließen den Kurort und sein Kurhaus weiter wachsen. So konnten über die Jahrzehnte immer wieder neue Gebäude für die wachsende Gästezahl in Betrieb genommen werden: 1955 entstand die „Kuranstalt St. Georg", 1967 entstand die „St. Georg Privat Klinik" mit Schwimmbad sowie weiteren Arzt- und Behandlungsräumen. Die krankengymnastische Abteilung und eine neue ärztliche Abteilung konnte 1992 den Klinik-Anbau beziehen und nach der Aufgabe seines Hotelbetriebes ergänzte 1993 ein weiteres modernes Bettenhaus das räumliche Angebot .Ein neuer großzügiger Zweckbau dient seit 2007 zusätzlich der medizinischen Abteilung. Ebenso entstand damals eine Sporthalle und weitere großzügige Therapieräume die den Bäderbereich vervollständigten . 2009 konnte ein neu entwickelter MTT-Raum mit Computer gesteuerten Therapieprogrammen seiner Bestimmung übergeben werden.

 

Heute: Fachklinik St. Georg 2011 Heute verfügt die Fachklinik St. Georg in Höchenschwand über 170 Betten in 100 Einzel- und 35 Doppelzimmern. In der dritten Generation führen nunmehr Frank und Sonja Porten die Fachklinik St. Georg als Vorsorge- und Rehabilitationsklinik.

 

Indikationen und Therapieschwerpunkte  
Die Fachklinik für Innere Medizin mit den Indikationen Onkologie, und Pulmologie, ist weithin bekannt. Wegen ihres einzigartigen Sarkoidose-Kompetenz-Zentrums  (1967 ) wird Sie von Ratsuchenden gerne kontaktiert. Einen guten Ruf erworben hat sich die Klinik weiterhin mit ihren Therapieschwerpunkten Lymphologie und Stomaversorgung. Durchgeführt werden Anschlussheilbehandlungen (AHB) und Anschlussrehabilitationsbehandlungen (ARB) sowie moderne Gesundheitspauschalen für Selbstzahler.